Eine Fassade verkleiden

Fassaden sind aufgrund ihrer besonderen Lage allen möglichen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Sonne, Regen und Wind fordern von Zeit zu Zeit, eine Fassade zu erneuern oder besser noch eine witterungsbeständige Fassadenverkleidung anzubringen. Mit einer Fassadenverkleidung lässt sich in der Zukunft verhindern, dass ein Verputz abblättert oder es zu unansehnlichen Verschmutzungen kommt. In den letzten Jahren hat sich ein Grund für die Erneuerung der Außenfassade als häufig gezeigt. Energietechnische Überlegungen verlangen, Fassaden gut zu isolieren und moderne Fenster einzubauen, um den Verbrauch an Heizenergie um bis zu 80 Prozent zu senken.

Fassadengerüste werden auch bei Dacharbeiten eingesetzt

Fassadengerüste werden auch bei Dacharbeiten eingesetzt

Sollen Arbeiten an der Fassade in größerem Umfang durchgeführt (Anbringen einer Fassenverkleidung) oder lediglich Dacharbeiten an einem Gebäude erledigt werden, ist es notwendig, ein Fassadengerüst aufzustellen. Immer wenn Arbeiten an Fassaden zu erledigen sind, kommen Fassadengerüste zum Einsatz. Fassadengerüste sind Gerüstkonstruktionen einfacherer Art. Sie bestehen zum einen aus dem Gerüstrahmen und zum anderen aus schmalen Böden. Die Böden werden in unterschiedlichen Breiten befestigt. Die Breite der Gerüstböden variiert von Hersteller zu Hersteller. Ein Fassadengerüst lässt sich innerhalb kurzer Zeit auf- und abzubauen. Die vordringlichste Aufgabe eines Fassadengerüsts besteht darin, dem Handwerker einen gesicherten Zugang am gesamten Fassadenbereich zu gewähren. Das Gerüst muss auch beim Anbringen einer Fassadenverkleidung von unten bis in die obersten Ebenen allen Sicherheitsbestimmungen und Anforderungen genügen. Je nach der Schwere der auf einem Gerüst transportierten beziehungsweise gelagerten Baumaterialien muss ein anderes Fassadengerüst vorgesehen werden. Bei einer Fassadenverkleidung werden eher leichte Baustoffe verwendet. Bei Arbeiten mit Natursteinen erreichen die Belastungen auf einem Gerüst leicht mehrere Hundert Kilogramm je Belagfläche.

Gerüste der Gerüstgruppe 1 dürfen nur für Inspektionsarbeiten aufgestellt werden, wobei je Belagfläche eine zulässige Belastung von 150 Kilogramm nicht überschritten werden darf. Mit den Gerüstgruppen 2 und 3 sind zum Beispiel Maler- oder Dachdeckungsarbeiten zulässig. Die Gruppen 4 bis 6 bleiben den Arbeiten vorbehalten, bei denen Baustoffe und -teile, wie bei Mauer- oder Putzarbeiten oder Anbringen einer Fassadenverkleidung, auf dem Gerüst gelagert werden. Fassadengerüste müssen entsprechend den Sicherheitsvorschriften für den Gerüstbau über einige Details verfügen, die den Handwerkern ein bequemes, gleichmäßiges und vor allem sicheres Arbeiten gewährleisten. Zum geforderten Gerüstzubehör gehören Leiterdurchstiege, Bordbretter, Geländer an Stirn- und Rückenseiten. Alle Bereiche des Gerüsts müssen mit Böden ausgelegt werden. Wenn das Anbringen einer Fassadenverkleidung Passanten gefährden kann, ist der Einsatz eines Schutznetzes erforderlich. Herunterfallende Werkzeuge, Teile der Fassadenverkleidung oder Schutt werden somit aufgefangen.

Wenn ein Fassadengerüst einmal errichtet ist, lohnt sich immer das Begutachten und Instandsetzen angrenzender Bauteile. Wer an seinem Privathaus eine Fassadenverkleidung anbringt und für diesen Zweck ein Gerüst aufstellt, muss mit Schäden im Garten rechnen. Eventuell müssen auch Bäume oder Sträucher entfernt werden. Zu den Kosten für das Aufstellen des Gerüsts und das Anbringen der Fassadenverkleidung kommt daher noch ein gewisser Aufwand für die Gartenwiederherstellung hinzu.

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